Der Ritualdolch ist kein toter Gegenstand, kein bloßes Messer, sondern zugleich Gottheit, Ritualinstrument und Schutz.
Er wird im budhistischen Raum verwendet zum Exorzismus von Geistern, Schutz vor  Erddämonen und zur täglichen Sicherung des Erscheinens der Welt. Wenn die Dolchmänner meditieren, tun sie das im Morgengrauen, damit das Licht über die Dunkelheit siegen kann.

Der Phurba ging aus dem herkömmlichen Zeltnagel, hervor der den Schutz in der Jurte (Zelt) vor Erdgeistern bewirken sollte, deshalb und ist, auch aus mythologischen Gründen, dreikantig. Es gibt ihn aus Holz, aus Stein und aus Eisen - wobei der Eisenphurba wohl bevorzugt wird. Ganz besonders kostbar ist er, zwar sehr selten, mit einer Klinge aus Meteorit, Weltall-Eisen. 

Darüber mit mythologischen Themen verziert, mal ein Drache, mal ein Donnerkeil geht es weiter zur dreigesichtigen Dämonenkopf, der die Unwissenheit, die Begierde und die Verhaftung mit der Materie symbolisiert.

Es wird übereinstimmend berichtet, dass der Phurba beseelt sei. Die Dolchführer gehören überwiegend dem Orden der Rotmützen (Nyingmapa) an, der dem Dalai Lama vorsteht.

BÖN ist die urzeitliche, vor-buddhistische Religion, die den Praktiken der tibetischen Volksreligion  bis in die Zeit des Alten Bön zurück geht. Der Phurba Kult sind magische Dolche die in vielen Ritualen eingesetzt werden, z.B. Dämonenbannung, für Wetterzauber, Hagelabwehr und Reinigung von schädlichen Einflüssen. Schwarzmagische Zwecke werden vom Phurba-Zauberer eingesetzt und sind gefürchtet.

 

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