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Sonderausstellung Bernstein aus fotografischer Sicht

    

Ingrid Röhrner – die FOTOARTistin – stellt aus im Bernsteinmuseum Bad Füssing: „Bernstein leuchtet“. Geboren wurde die spätere Lehrerin und Studienrätin 1965 in Regensburg. Aufgewachsen in Fürstenzell bei Passau entdeckte sie schon als Kind ihre Leidenschaft für die Fotografie. Mit Vaters Rollei-Kamera zu hantieren gehörte damals zu einem ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung. Ihr Berufstraum war in jungen Jahren, Fotografin zu werden. Mit zwanzig Jahren erwarb sie ihre erste eigene analoge Spiegelreflexkamera und entwickelte eigene Schwarzweiß-Aufnahmen im Fotolabor der Universität Passau, wo sie Lehramt für Hauptschulen studierte. Die Kamera war im Alltag und auf Wander- und Fahrradtouren durch Europa ihre Begleiterin. Die folgenden Jahre blieb durch ihre berufliche Tätigkeit nur wenig Zeit, sich mit ihrem Hobby intensiver zu beschäftigen. Erst 2015, mittlerweile in der Nähe von Landshut lebend, erfolgte der Umstieg auf die digitale Fotografie. Das Bearbeiten der Bilder am Computer ermöglichte Ingrid Röhrner einen völlig neuen, einen sehr kreativen Umgang mit der Fotografie. Was ist so faszinierend an der Fotografie? „Die eigentliche Leidenschaft für die Fotografie bedeutet für mich die Beobachtung des Lichts in der Landschaft, die Dinge und die Menschen, den entscheidenden Moment, ob die Aufnahme eine interessante, mystische und einfühlsame wird. Licht und Schatten verwandeln ein Motiv in ein entscheidendes. Dafür brenne ich.“ Die Motivation, mit den Fotos den Betrachter zu berühren, führte zuerst in die Tierfotografie. Durch ihren Einsatz für Tierrechte kamen viele Bilder zustande, die vor allem die sogenannten geretteten „Nutztiere“ auf Lebenshöfen zeigen. Hier zeigt sie, wie Tiere in Frieden und ohne Ausbeutung durch den Menschen leben dürfen. Für „Pro Animale“ entstand ein Titelbild mit geretteten Rindern aus Höfen in Bad Grönenbach, das durch die gröbste Verletzung des Tierrechts in die Schlagzeilen geriet. 2019 radelte die Fotografin mit ihrem Lastenrad „EDDA“ 4000 Kilometer rund um Deutschland, um auf die Umstände der Massentierhaltung nach dem Motto „Artgerecht ist nur die Freiheit“ aufmerksam zu machen.

                                                                                                                         

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Fotografie liegt mittlerweile im Ablichten von Menschen in ihrer Arbeit in alten Berufen, ihrer Hände und in der Street-Fotografie, wo sie auch Kurse bei Foto Petzold in Landshut gibt. Besonders viel Engagement zeigt Ingrid Röhrner im Vermitteln der Freude an der Fotografie bei Kindern. So entstand an der Mittelschule Vilsbiburg eine Foto-AG. Dort stellte die Gruppe 2018 vielbeachtet in der Sparkasse aus. 2022 und 2023 arbeitete sie mit Grundschülern der OGS an der Wolfgang-MariusGrundschule an einem Foto-Projekt, das 2024 fortgeführt wird. Zum Teil brachten die Kinder ihre eigenen Kameras mit und zeigten voller Begeisterung, wie sie ihre Welt sehen. „Fotografieren bringt einen vor allem in das Hier und Jetzt. Man sieht durch den Sucher der Kamera, stellt die Kamera ein und lässt sich voll und ganz auf das Motiv ein. So kann das Fotografieren auch zu einer Art Meditation, dem Verschmelzen mit der Natur oder den Dingen, die man ablichtet, werden, das im weitesten Sinne auch beruhigend oder heilend sein darf.“ 2020 gehörten ihre Bilder zur Hintergrundgestaltung für das Theaterstück „Winterrose“ im Theater Konrad in Landshut. Für fotowissen.eu stellte die FOTOARTistin Fotos für das „Bild der Woche“ vor, schrieb eigene Artikel und wurde für einen Podcast von Peter Roskothen zum Thema Naturfotografie und Streetfotografie interviewt. 2020 und 2022 traf sich Ingrid Röhrner mit dem Musiker Lukas Reiner und portraitierte ihn am Taferlsee bei Vilshofen und beim Musizieren in Passau. Ein Artikel über ihn mit ihren Fotos erschien 2023 im Passauer Magazin „Innside“. Um im Tierschutz die Lebenshöfe zu unterstützen, gestaltete sie den „Kalender, der keiner ist“: vor allem Blumen, Bäume und Makroaufnahmen zieren den Kalender ohne Kalendarium. Aber wie kommt es nun zur Ausstellung „Bernstein leuchtet“ im Bernstein Museum in Bad Füssing? Christine Moosbauer und Ingrid Röhrner verbindet eine jahrelange Freundschaft. BernsteinExponate zu beleuchten und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, war die Herausforderung, die die Fotografin suchte. „Ich näherte mich dem Bernstein mit meiner ganz eigenen Sichtweise. Durch das Makroobjektiv komme ich ganz nahe an die Feinheiten des wunderbaren und einzigartigen Steins heran. Man sieht die unglaubliche handwerkliche Fertigkeit der Künstler, die den Bernstein bearbeiteten und formten. Das Licht macht sichtbar, was an Präzision kreiert wurde; es bricht durch den Stein, ein wahres Feuerwerk! Bernstein ist so bescheiden und doch so einzigartig und wunderschön.“

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